Meistens achten wir bei der täglichen Zusammenstellung unserer Kleidung darauf, was wir drüber tragen. Mindestens genauso wichtig ist aber auch das darunter! Wer bei Unterwäsche keine Abstriche an Design, Tragekomfort und vor allem hochwertigen Materialien in Bio-Qualität machen möchte, landet aus meiner Sicht zwangsläufig beim schwedischen Label THE WHITE BRIEFS aus Österlen. Vor allem die aktuelle Frühjahr/Sommer 2013 Kollektion für drunter als auch die kleine Kollektionsreihe für drüber lohnen mehr als einen kurzen Blick.

In der letzten Woche habe ich mit Peter Simonsson, dem Gründer von THE WHITE BRIEFS, ein Interview geführt. Wir sprachen über seine Beweggründe, ein grünes Unterwäschelabel zu gründen, die Akzeptanz von Bio-Qualität bei seinen Kunden und darüber, warum “Grün” als das neue “Schwarz” bezeichnet wird – und dies eigentlich schon ein alter Hut ist.

Frage: Many times there is a certain moment when a designer and/or a team of creative people decide to do “fashion” with an own label. When did you and your team decide to start THE WHITE BRIEFS? And how come, that you focus on Underwear for Her, Him and the Little Ones?

Peter Simonsson: Initially, we started THE WHITE BRIEFS back in 2009, with the idea to create a compelling brand providing lush underwear and sleek functional garments. THE WHITE BRIEFS remained central to our original plan, yet we slowly incorporated a Women’s and children’s line as well, allowing for diversity and also meeting our customer demands. This, next to the extensive and edgy seasonal collaborations, further shaped our current dynamic foundation.

Frage: You only use GOTS-certified materials, “sourced and selected from local eco-communities”. Where are these eco-communities located and what experiences do you have with them? Are your collections strictly “Made in Sweden”?

Peter Simonsson: All the collections are made with GOTS certified materials, focussing on sustainability and ecology. We work with selected manufacturers, all based in Europe and adhering to the highest standards. Since we work closely with our manufacturers, after the integral design process in Sweden, we aim to visit our local communities in Lithuania and Portugal, twice a year. These visits always turn into long luncheons, discussing improvements, sustainability and ecological responsibility. It is a very holistic process overall.

Frage: With your special line you also create a kind of regular Menswear / Womenswear which is, like your underwear line, minimal and timeless, too. Are there any plans to do more Menswear / Womenswear in the future to be more than an underwear label?

Peter Simonsson: Indeed, we have grown towards expanding our philosophy by diversifying to new product categories. This is a very demanding, exciting and challenging process, much to our liking. It takes time, but we feel that the new additions to functional day-to-day solutions when it comes to garment innovations fit well to THE WHITE BRIEFS. Henceforth, we shall showcase our new SS14 collection in June, also featuring a new international collaboration.

Frage: As a father of a little girl: Are you planning to have a kids line also for girls?

Peter Simonsson: That is an interesting question. Perhaps we shall do so in the future. For now, the focus shall however remain on our quality MENS and WOMENS collections, which deserve all our attention.

Frage: What do you think about the recent developments in Green Fashion, e.g. stated as “Green is the new Black”?

Peter Simonsson: According to me, this sounds great, promising and relevant. Personally, l have been thinking about why this statement comes up only now, since it has such relevance. For it to have made a bigger impact in the struggle against fast-fashion, this should perhaps have been on the fashion agenda, since the early 90s.

Frage: What are your experiences with your customers concerning “doing Green Fashion”?

Peter Simonsson: The fashion industry is interested in news, green fashion is not new, so the interest is sometimes surprisingly low when it comes to this particular topic. In my opinion it is only common sense and it should be everyone’s natural first choice. Nonetheless, we are experiencing a lean for some of our international clients towards green and GOTS certified garment only, so there is some light at the end of the tunnel, when it comes to corporate sustainability.

Frage: What are your plans in general for 2014?

Peter Simonsson: As mentioned, THE WHITE BRIEFS shall present a most dynamic new collaborative collection and we shall deliver our new collection in lightweight wool. Next to this, amongst the plans for 2014 is to open our first physical brick and mortar store, to focus on the creation of more shop in shops and participate in unexpected design related events around the globe.

Fotos: Jesper Brandt // THE WHITE BRIEFS

     
 Alf-Tobias Zahn   Alf-Tobias Zahn führt mit seiner Initiative Designmob Kinder und Jugendliche spielerisch an das Thema "öko-faire Mode" heran und schreibt als freier Modejournalist über "Grüne Mode" für Groß und Klein, unter anderem für das Berliner Blogazine Kalinka.Kalinka und seinen eigenen Blog.

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10 Mai, 2013

Für Mamas

Kinder machen grün. Das weiß die Forschung zu nachhaltigem Konsum schon lange. Mit der Schwangerschaft bekommt der coole Spruch “nach mir die Sinnflut” selbst für viele überzeugte Hedonisten einen schalen Beigeschmack. Denn nach mir, da wollen ja dann noch die eigenen Kinder auch eine schöne Zukunft haben. Und überhaupt wird der Nachwuchs viel konsequenter vor allen denkbaren – und auch undenkbaren – Gefahren des Postindustriezeitalters ferngehalten.

Für Babys und Kinder ist “bio” beim Essen schon fast Standard, zumindest bei der Fertignahrung. Auch bei Kleidung gibt es sogar bei konventionellen Textilriesen viel bio für die Kids, wenn auch selten ökologisch und fair verarbeitet. Sehr überschaubar ist hingegen das Ökomodeangebot für die werdende Mama. Und wenn es da mal was gibt, kann von modisch leider oft nicht die Rede sein.

Gemeinsam mit dem Berliner Streetstyle-Blog Hauptstadtmutti hat sich slowmo dieser Lücke nun angenommen und das SLOWMAMA-Kleid kreiert. Das Kleid sitzt sowohl vor, während, als auch nach der Schwangerschaft wie angegossen, denn es kann sich allen körperlichen Veränderungen anpassen. “SLOWMAMA ist eine textile Liebeserklärung an weibliche Kurven, kaschiert Dank des lässigen Schnitts aber auch das ein oder andere Pölsterchen.”, schreiben die Macherinnen. Erhältlich ist das Kleid in den Farben Rosé, Blau und Schwarz und zwei verschiedenen Größen ab sofort im slowmo-Onlineshop sowie im Atelierladen in Berlin-Friedrichshain.

     
 Lars Wittenbrink   Lars Wittenbrink schrieb seine Masterarbeit über Nachhaltigkeitspotentiale der Outdoorbranche. Er führt mit Simone Pleus die "gruene wiese" in Münster - einen der größten Ethical Fashion Stores in Deutschland. Wandelndes Ökomode-Lexikon und Chefredakteur des Blogs.

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Mit den Grünen Listen wollen wir die Suche nach grüner Mode, grünen Modeläden und auch grünen Stoffen und Garnen zum Selberschneidern erleichtern. Wir haben mal wieder 2 Listen aktualisiert und es hat sich einiges getan.

Die Liste “Ethical Fashion Concept Stores in Deutschland” ist um 4 Adressen gewachsen, da wir nun auch die Atelierläden bekannterer grüner Labels aufgenommen haben. Slowmo, Treches, Format/Wesen und Atelier Awash haben ihre Atelierläden alle in Berlin und sind auf jeden Fall immer einen Besuch wert. Bitte die teilweise eingeschränkten Öffnungszeiten beachten!

Dann gab es 2 (anm. korrigiert) 3! sehr erfreuliche Umzüge, erfreulich deshalb, weil sie mit verbesserter Lage und deutlicher Vergrößerung einhergehen. Glore Hamburg und Suburbia Düsseldorf  UND der Upcycling Fashion Store Berlin  präsentieren sich nun in tollen neuen Räumlichkeiten.

Ebenfalls aktualisiert haben wir die Liste “Grüne Stoffe und Grüne Garne”. Diese Liste ist nun deutlich länger und das vor allem Dank der vielen tollen Ergänzungen von Leser_innen per Kommentar. Danke nochmal!

Wir arbeiten intensiv an weiteren Grünen Listen, insbesondere zum Bereich Kindermode.

Alle Grünen Listen erreicht ihr ganz fix über den grünen Punkt oben links.

ERGÄNZUNG: Da habe ich doch glatt einen weiteren erfreulichen Umzug vergessen.

     
 Lars Wittenbrink   Lars Wittenbrink schrieb seine Masterarbeit über Nachhaltigkeitspotentiale der Outdoorbranche. Er führt mit Simone Pleus die "gruene wiese" in Münster - einen der größten Ethical Fashion Stores in Deutschland. Wandelndes Ökomode-Lexikon und Chefredakteur des Blogs.

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Noch immer werden Überlebende geborgen, obwohl die Katastrophe schon Mittwoch passiert ist. Noch immer werden Hunderte vermisst. Filmaufnahmen zeigen Risse  in den Wänden, die Katastrophe hätte also verhindert werden können. Fünf Firmen haben bestätigt, dass sie dort aktuell oder vor Kurzem produziert haben, darunter der aufsteigende Billgheimer Primark (UK/Irland) und die Fast-Fashion-Kette Mango (Spanien). Andere wie Benetton (Italien), die durch Import-Daten oder durch Etiketten , die lokale Aktivisten gefunden haben, mit der Fertigung verknüpft wurden, leugnen ihre Verantwortung oder antworteten nicht auf Anfragen der Kampagne für Saubere Kleidung. Streiks und Proteste legen das Land lahm. Weiter lesen »

     
 Kirsten   Kirsten Brodde, Blog-Gründerin und Autorin von "Saubere Sachen", hat das Thema Ökomode quasi aus dem Nichts entwickelt. Seit März 2012 ist sie Detox-Campaignerin bei Greenpeace International.

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24 Apr, 2013

Wegweisend

Die Fragen nach dem Was und Wo der korrekten Bekleidungsalternativen sind noch immer sehr wichtige Hemmnisse für ihren Kauf. Mit dem neu lancierten Konsumentenportal will Get Changed Verbrauchern bestmögliche Unterstützung beim Finden bieten.

Auf einer google-Map sind über 100 Einkaufsstätten für grüne Mode in Deutschland, Österreich und der Schweiz verzeichnet. Nicht alle dieser Läden sind ausschließlich auf ökologische und faire Mode spezialisiert. Doch Get Changed hilft zugleich auch in gemischten Läden die wirklich grüne Mode aufzuspüren. Der Fair Fashion Finder zeigt an, nach welchen grünen Labels es sich in den betreffenden Läden zu suchen lohnt. Weiter lesen »

     
 Lars Wittenbrink   Lars Wittenbrink schrieb seine Masterarbeit über Nachhaltigkeitspotentiale der Outdoorbranche. Er führt mit Simone Pleus die "gruene wiese" in Münster - einen der größten Ethical Fashion Stores in Deutschland. Wandelndes Ökomode-Lexikon und Chefredakteur des Blogs.

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18 Apr, 2013

Konkurrenz

Manche Leute sollen schon Angst haben, durch eine App ersetzt zu werden. So weit ist es bei mir noch nicht, aber wie sehr sich das Einkaufen durch das Internet verändert hat, wurde mir erneut klar, als ich vergangenes Wochenende zur Eröffnung des neuen Glore-Ladens in Hamburgs Marktstraße zu Gast war. In der Marktstraße reiht sich Modeladen an Modeladen. Und das nahe Schanzenviertel ist in jedem Reiseführer erwähnt, so dass Hochbetrieb garantiert ist. Weiter lesen »

     
 Kirsten   Kirsten Brodde, Blog-Gründerin und Autorin von "Saubere Sachen", hat das Thema Ökomode quasi aus dem Nichts entwickelt. Seit März 2012 ist sie Detox-Campaignerin bei Greenpeace International.

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Am Sonntag war es wieder einmal soweit: Für Kalinka.Kalinka wagte ich mich wieder einmal vor die Kamera, um drei neue Grüne Männermode Outfits zusammenzustellen. Dabei durfte eines meiner Lieblingslabels, die Kings of Indigo – K.O.I., nicht fehlen.

Lars hatte euch letztes Jahr bereits etwas über das Label aus Amsterdam von Ex-Kuyichi-Chef Tony Tonnaer erzählt. In der Zwischenzeit ist K.O.I. Mitglied bei der Fair Wear Foundation und wurde von unseren Schweizer „Get Changed“-Kollegen in den Good Jeans Guide aufgenommen. Doch was macht K.O.I. so besonders? Die Frage ist leicht zu beantworten, stehen doch die Begriffe „Recycle – Re-Use – Repair“ dabei im Mittelpunkt. Weiter lesen »

     
 Alf-Tobias Zahn   Alf-Tobias Zahn führt mit seiner Initiative Designmob Kinder und Jugendliche spielerisch an das Thema "öko-faire Mode" heran und schreibt als freier Modejournalist über "Grüne Mode" für Groß und Klein, unter anderem für das Berliner Blogazine Kalinka.Kalinka und seinen eigenen Blog.

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Ein Début. Am Wochenbeginn. Die Vorfreude paart sich mit Aufregung. Ich kann nicht verhehlen, dass ich mich sehr darüber freue, ab sofort in aller Regelmäßigkeit hier an dieser Stelle über “Grüne Mode” zu schreiben. Die Auswahlkriterien, welches Label oder welche Kollektion wir präsentieren wollen, sind eine Mischung aus objektiven Rahmenbedingungen und einer Portion Subjektivität – denn Stil liegt immer im Auge des Betrachters. Weiter lesen »

     
 Alf-Tobias Zahn   Alf-Tobias Zahn führt mit seiner Initiative Designmob Kinder und Jugendliche spielerisch an das Thema "öko-faire Mode" heran und schreibt als freier Modejournalist über "Grüne Mode" für Groß und Klein, unter anderem für das Berliner Blogazine Kalinka.Kalinka und seinen eigenen Blog.

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Stoff-Lager von Lebenskleidung

 

Selbermachen ist wieder in und das finden wir super. Das gilt vor allem auch für Klamotten und Accessoires. Weiter lesen »

     
 Lars Wittenbrink   Lars Wittenbrink schrieb seine Masterarbeit über Nachhaltigkeitspotentiale der Outdoorbranche. Er führt mit Simone Pleus die "gruene wiese" in Münster - einen der größten Ethical Fashion Stores in Deutschland. Wandelndes Ökomode-Lexikon und Chefredakteur des Blogs.

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Green Fashion Consortium

Das Thema „Grüne Mode“ rückt weltweit immer stärker in den Fokus. In Indien hat sich im letzten Jahr das Consortium of Green Fashion gegründet, um das ökologische Bewusstsein in der Mode- und Textilindustrie zu stärken und als Informationsplattform für Entscheider in der Industrie zu dienen. Indien als zweitgrößter Faser- und Textilproduzent weltweit hinter China benötigt angesichts oft katastrophaler Arbeitsbedingungen und unmutbaren Zuständen auf den Baumwollfeldern und in den weiterverarbeitenden Betrieben dringend solche vorbildlichen Initiativen. Weiter lesen »

     
 lebenskleidung   Benjamin Itter und Enrico Rima sind Mitgründer von Lebenskleidung aus Berlin. Nach Studien und Arbeitsaufenthalten liegt beiden vor allem das Textilland Indien sehr am Herzen. Lebenskleidung vertreibt seit 2009 ökologische und fair hergestellte Stoffe und Heimtextilien und agiert als Textilagentur und Mittler zwischen Designern und Produktionsstätten in Europa und Asien.

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